[ Zur Übersicht ]


JTCEMU - Jugend+Technik-Computer-Emulator

JTCEMU ist ein Java-Emulator, der den von Dr. Helmut Hoyer ab 1987 in der Zeitschrift Jugend+Technik veröffentlichten Selbstbaucomputer nachbildet. Dieser JU+TE-Computer, auch Ju+Te-Computer, Ju-Te-Computer, TINY, JTC und "COMP JU+TE R" genannt, basiert auf dem Einchipmikrorechner U883, der kompatibel zum Zilog Z8 Microcontroller ist.

Aktuelle Version: JTCEMU Version 0.5 vom 15.04.2008

Die Unterschiede zu früheren Versionen finden Sie hier.

Eigentlich sollte nach der Version 0.4 die finale Version 1.0 folgen. Doch leider hat sich in Version 0.4 ein Fehler eingeschlichen, mit dem das Einlesen von Audio-Daten kaum noch möglich ist. Aus diesem Grund habe ich die Version 0.5 eingeschoben, bei der auch gleich noch einige Ungereimtheiten behoben und einige Änderungswünsche umgesetzt wurden.

Turm von Hanoi
Turm von Hanoi (2k- oder 4k-Betriebssystem)

JTCEMU emuliert einen Z8-Microcontroller, 4 bis 8 kByte ROM (2 kByte Tiny-MP-BASIC-Interpreter + 2 bis 6 kByte Betriebssystem), bis zu 52 kByte RAM (entweder 32 oder 64 kByte abzüglich ROM, Video-RAM und IO-Adressbereich), Tastatur, Kassettenrecorderanschluss und das Grafiksystem mit 64x64 Pixel schwarz/weiß (2k- und 4k-System) bzw. 320x192 Pixel mit 16 Farben (6k-System). Der Modus 640x192 Pixel mit 8 Farben wird nicht emuliert, da er von keiner mir zur Verfügung stehenden Software unterstützt wird.

Die Bildschirmausgabe wird direkt aus dem Bildwiederholspeicher heraus visualisiert, d.h., die Interrupt-Routine zur Erzeugung des Bildsignals (nur bei 2k- und 4k-Betriebssystem), die etwa 80% der Gesamtrechenleistung des JU+TE-Computers in Anspruch nimmt, wird auch im Emulator zyklisch aufgerufen, jedoch wird das damit erzeugte Bildsignal nicht genutzt. Der Nebeneffekt ist, dass im Emulator je nach Einstellung die Bildschirmausgabe auch dann noch sichtbar ist, wenn die Interrupts gesperrt sind. Beim Original schaltet man mit dem Sperren der Interrupts den Bildschirm ab.

Der Emulator kommt mit einigen Werkzeugen wie Debugger, Reassembler, Speicheranzeige und Editor daher. Der Editor dient insbesondere zur Eingabe von BASIC-Programmen. Diese können mit Hilfe des eingebauten BASIC-Parsers geprüft und direkt in den Arbeitsspeicher geladen werden.

Farbdemo
Farbdemo (6k-Betriebssystem)

Mit Version 0.5 hat nun der Emulator den geplanten Funktionsumfang erreicht, d.h., eine Weiterentwicklung ist nicht mehr vorgesehen. In die finale Version 1.0 sollen nur noch Bugfixes einfließen. Aus diesem Grund bitte ich, auftretende Fehler oder unterschiedliches Verhalten zum Original mir in der nächsten Zeit noch zu melden. Über jede Rückmeldung freue ich mich.

JTCEMU scheint der weltweit einzige quelloffene Zilog-Z8-Emulator zu sein. Zumindest konnte ich keinen weiteren solchen Open-Source-Emulator finden. Wenn jemand einen kennt oder findet, möge er es mir doch bitte mitteilen. Danke!

Rechtliches

Nutzung und Weitergabe von JTCEMU unterliegen den Bedingungen der GNU General Public License (GNU-GPL). Die Anwendung erfolgt auf eigenes Risiko. Jegliche Haftung und Gewährleistung ist ausgeschlossen!

Der Emulator enthält auch ROM-Images der Betriebssysteme, die mit der Bauanleitung des JU+TE-Computers veröffentlicht bzw. von der Redaktion Jugend+Technik zur Verfügung gestellt wurden. Die Urheberschaften an diesen ROM-Images liegen bei Dr. Helmut Hoyer (2k- und 4k-Betriebssystem) und Harun Scheutzow (6k-Betriebssystem).

Installation

JTCEMU benötigt die Laufzeitumgebung (JRE - Java Runtime Environment) der Java Standard Edition (Java SE) Version 6 (Entwicklerversion 1.6), die Sie sich für Windows, Linux und Solaris kostenlos von java.sun.com herunterladen können. Mit dem Kommandozeilenaufruf java -version können Sie überprüfen, ob die richtige Java-Version installiert und aktiv ist. Gegebenfalls müssen Sie die Umgebungsvariable PATH anpassen. Anschließend kopieren Sie die Datei jtcemu.jar in ein beliebiges Verzeichnis auf die Festplatte ihres Computers. Sollte Ihr WebBrowser die Datei als ZIP-Datei entpacken wollen, müssen Sie das verhindern. jtcemu.jar muss so wie sie ist heruntergeladen werden. Auf keinen Fall entpacken!

Nun starten Sie JTCEMU mit dem Aufruf: java -jar jtcemu.jar
Unter Windows geben Sie in der DOS-Box ein: javaw.exe -jar jtcemu.jar

Gegebenfalls müssen Sie den Pfad mit angeben.

Download

JTCEMU 0.5 Kompilierte Programmdatei: jtcemu.jar
JTCEMU 0.5 Quelltext: jtcemu-src-0.5.zip


Hier finden Sie das Icon in verschiedenen Größen und Formaten, falls Sie damit eine Verknüpfung auf dem Desktop anlegen möchten:

Format 20x20 Pixel 32x32 Pixel 50x50 Pixel
ICO-Format: jtcemu_20x20.ico jtcemu_32x32.ico jtcemu_50x50.ico
PNG-Format: jtcemu_20x20.png jtcemu_32x32.png jtcemu_50x50.png


Software

Die hier bereitgestellte Software für den Emulator wurde hauptsächlich zusammen mit der Bauanleitung des JU+TE-Computers in der Zeitschrift Jugend+Technik veröffentlicht. Die Urheberschaft an diesen Programmen liegt bei den jeweiligen Autoren, meistens Dr. Helmut Hoyer (2k- und 4k-System) bzw. Harun Scheutzow (6k-System).

BASIC-Programme für das 2k- und 4k-Betriebssystem: basic2k.zip
MC-Programme für das 4k-Betriebssystem: software4k.zip
Farbdemo für das 6k-Betriebssystem: farbdemo.jtc
Software der Begleitkassette zum 6k-Betriebssystem: software6k.zip


Dank

Zuerst einmal gilt mein Dank Dr. Helmut Hoyer für die Entwicklung des Jugend+Technik-Computers und den dazu veröffentlichten Programmen. Harun Scheutzow danke ich für die freundliche Genehmigung zur Integration des 6k-Betriebssystems ES 4.0 in den Emulator. Ein ganz großes Dankeschön geht an Volker Pohlers für die vielen Unterlagen, die er mir zur Verfügung gestellt hat und vorallem für das intensive Testen des Emulators. Er hat auch die ganzen zum JU+TE-Computer veröffentlichten BASIC-Programme eingetippt und mir zur Verfügung gestellt! Bedanken möchte ich mich auch bei Daniel Weitendorf für die Hilfe bei der Emulation des 2k-Kassettenformats und bei Alexander Schön für die Anfertigung eines WAV-Datei-Abzugs der Begleitkassette zum Sonderdruck zum ES 4.0. Danke sage ich auch Peter Winges und allen anderen für Ihre Fehlermeldungen und sonstige Unterstützung.

© 2008 Jens Müller