[ Zu JTCEMU ]
Was ist JTCEMU?
1. Allgemeines
JTCEMU ist ein Java-Emulator, der den von Dr. Helmut Hoyer ab 1987
in der Zeitschrift Jugend+Technik veröffentlichten
Selbstbaucomputer nachbildet.
Dieser JU+TE-Computer, auch Ju+Te-Computer,
Ju-Te-Computer, JTC, TINY und
"COMP JU+TE R" genannt,
basiert auf dem Einchipmikrorechner U883,
der kompatibel zum Zilog Z8 Microcontroller ist.
JTCEMU emuliert einen Z8-Microcontroller, 4 bis 8 KByte ROM
(2 KByte Tiny-MP-BASIC-Interpreter + 2 bis 6 KByte Betriebssystem),
je nach Einstellung bis zu 52 KByte RAM, Tastatur,
Kassettenrecorderanschluss und das Grafiksystem.
Je nach eingestelltem Betriebssystem besteht das Grafiksystem aus
64x64 Pixel schwarz/weiß
(2K-BASIC-System und 4K-Betriebssystem EMR-ES 1988),
128x128 Pixel schwarz/weiß (4K-Betriebssystem ES 2.3)
oder 320x192 Pixel mit 16 Farben (6K-Betriebssystem ES 4.0).
Der Modus 640x192 Pixel mit 8 Farben wird nicht emuliert,
da er von keiner mir zur Verfügung stehenden Software
unterstützt wird.
2. Bildschirmausgabe
Die Bildschirmausgabe wird direkt aus dem Bildwiederholspeicher
heraus visualisiert, d.h.,
die Interrupt-Routine zur Erzeugung des Bildsignals
(nur bei 2K-BASIC-System, EMR-ES 1988 und ES 2.3),
die etwa 80% der Gesamtrechenleistung des JU+TE-Computers
in Anspruch nimmt,
wird auch im Emulator zyklisch aufgerufen,
jedoch wird das damit erzeugte Bildsignal nicht genutzt.
Der Nebeneffekt ist,
dass im Emulator je nach Einstellung die Bildschirmausgabe
auch dann noch sichtbar ist, wenn die Interrupts gesperrt sind.
Beim Original schaltet man mit dem Sperren der Interrupts
den Bildschirm ab.
3. Werkzeuge
Der Emulator kommt mit einigen Werkzeugen wie Debugger,
Reassembler, Speicher-, Hex- und Texteditor daher.
Der Texteditor dient insbesondere zur Eingabe von BASIC-Programmen.
Diese können mit Hilfe des eingebauten BASIC-Parsers geprüft
und direkt in den Arbeitsspeicher geladen werden.
© 2007-2010 Jens Müller