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Informationen über J1013
J1013 ist ein Software-Emulator,
der den in der DDR vom VEB Robotron-Elektronik Riesa
produzierten Mikrorechnerbausatz Z1013 nachbildet.
Der Z1013 ist ein einfacher 8-Bit-Computer mit folgenden Eigenschaften:
- Mikroprozessor U880 (kompatibel zum Z80)
- Taktfrequenz: anfangs 1, später 2 MHz
- 2 kByte ROM mit einem einfachen als Monitorprogramm
bezeichneten Betriebssystem
- Arbeitsspeicher: anfangs 16, später 64 kByte RAM
(davon 61 kByte nutzbar)
- 1 KByte Bildwiederholspeicher für 32x32 Zeichen.
- Grafik: ASCII-Zeichen und Blockgrafiksymbole
(schwarz/weiß)
- Bildausgabe über analogen TV-Anschluss
- Folientastatur mit 32 Tasten (Auslieferungszustand),
Später konnte auch eine "echte" Computer-Tastatur
nachgerüstet werden (Alpha-Tastatur).
- Massenspeicher: Kassettenrecorder oder Tonbandgerät
- 1 frei verfügbarer paralleler User-Port
Da der Z1013 als Bausatz ausgeliefert wurde,
haben viele Anwender daran herumgebastelt
und Hardwareerweiterungen entwickelt
(z.B. komfortablere Tastatur, ROM und RAM aufgerüstet,
Joysticks, Druckeranschluss, Taktfrequenzumschaltung,
umschaltbarer Zeichensatz, 256k-RAM-Floppy, ...).
Eigenschaften
J1013 emuliert vollständig einen Z1013
mit 64 kByte Speicherbestückung
und einigen üblichen Erweiterungen.
Emulierte Hardware
-
Mikroprozessor U880 (Z80) einschließlich
undokumentierter Funktionen
- 2 KByte ROM
(bei Verwendung eines externen Monitorprogramms
so groß wie dieses)
- 1 kByte RAM Bildwiederholspeicher
- 64 kByte RAM Arbeitsspeicher
(der tatsächlich nutzbare Bereich hängt
von der emulierten ROM-Größe ab)
- PIO einschließlich Interrupt-System
- Tastatur: Folientastatur (8x4-Matrix),
Alpha-Tastatur (8x8-Matrix) sowie die Tastaturen
K7659, K7669 und S6009 mit Eigenbauansteuerung
nach Brosig/Eisenkolb (12x8-Matrix)
- Anschluss für Magnettonbandgerät
(wahlweise über Audio-System oder über Sound-Dateien)
- Userport: Emulation der Spielhebel nach
"Jugend+Technik" Heft 06/1987,
"practic" Heft 04/1987 und
"practic" Heft 01/1988,
Bedienung dieser emulierten Joysticks mit der Tastatur
und unter Linux auch mit einem realen Joystick
- 2 RAM-Floppies mit je 256 kByte
- Schaltung nach Peters mit der Erweiterung des IO-Ports 4
(Hardwareumschaltung)
Emulierte Software
Das Monitorprogramm und einige Funktionen des Sprungverteilers
werden emuliert.
Dadurch ist auch aus Z1013-Programmen heraus das Drucken und
der Zugriff auf das Dateisystem des Emulator-Rechners möglich.
Alternativ ist die Verwendung eines in Maschinencode vorliegenden
Monitorprogramms (ROM-Abzug) möglich,
wodurch eine noch höhere Kompatibilität erreicht wird.
Funktionen
- Laden und Starten von Z1013-Programmen mit Dateiauswahldialog,
Datei-Browser und per Drag&Drop
- Emulierte Taktfrequenz beliebig einstellbar
(soweit es die Rechenleistung des Computers zulässt)
- Monitorprogramm frei wählbar
- Bildschirmausgabe in vier festen Größen einstellbar
- Zeichensatz änderbar
- Pause-Schaltung
- NMI
- eingebauter Debugger
- integrierter Texteditor,
Er unterstützt auch verschiedene Zeichensätze
und Textdateien im Z1013-Format
- integrierter Reassembler
- integrierter Hex-ASCII-Assistent zum bequemen Umrechnen
zwischen ASCII-Codes, Binär-, Oktal-, Dezimal-
und Hexadezimalzahlen
- Kopieren & Einfügen in der Bildschirmausgabe
der Z1013-Programme
- Erscheinungsbild (Look&Feel) umschaltbar
- Einstellungen als Profile speicherbar
- Profile im laufenden Betrieb anwendbar
- Drucken, auch aus Z1013-Programmen heraus möglich
Unterstützte Plattformen
J1013 ist ein Java-Programm und kann auf allen Rechnern
ausgeführt werden, die die Java 2 Plattform
(Standard Edition Version 1.4 oder höher) unterstützen.
Für Windows, Linux und Solaris kann eine Java Laufzeitumgebung von
http://java.sun.com
kostenlos heruntergeladen werden.
Für andere Betriebssysteme
stellen häufig die jeweiligen Hersteller eine
Java-Laufzeitumgebung zur Verfügung.
Kompatibilität
J1013 bietet eine sehr hohe Kompatibilität zu einem
originalen Z1013.
Eine hundertprozentige Kompatibilität ist jedoch trotzdem
nicht erreichbar.
Für einige Z1013-Programme muss der Emulator speziell
konfiguriert werden, damit sie laufen.
Entsprechende Hinweise finden Sie
hier.
© 2004 Jens Müller